Liebe Leserinnen und Leser, Liebe Akteure,

DANKE !

...es geht weiter.

zuerst einmal aber herzlichen Dank für die vielen Feste und Aktionen, die den 5. Tag der Regionen wieder einmal zu einem Großereignis werden ließen. Bei rund 700 Veranstaltungen in ganz Deutschland haben SIE den Gedanken der Nachhaltigkeit und der regionalen Kreislaufwirtschaft vielen Menschen auf zumeist sehr unterhaltsame und häufig auch kulinarische Art und Weise nahegebracht.

Hunderte von Zeitungsartikeln haben die Lokalseiten der Zeitungen gefüllt und meist wohlwollend eine regional wichtige Sache begleitet. Ein wenig ist auch der Rundfunk, je nach Bundesland und das Fernsehen eingestiegen, aber als bundesweites Großereignis wurde der Tag der Regionen nirgends bemerkt. Zu sehr setzt man regional mit lokal gleich. Aus dieser Sackgasse müssen wir raus. Nicht, dass der Ansatz "regional- lokal" nicht richtig wäre. Aber um mit regionaler Dienstleistung oder Produktion Marktanteile zu erreichen und deshalb bei politischen Entscheidungsprozessen eingeplant zu werden, bedarf es der Diskussion und Beteiligung über die kirchlichen, naturnahen, heimatver-bundenen, kritischen und sozial engagierten Gruppen hinaus.

Wir brauchen das "Volk" und die Handwerker, überhaupt auch Unternehmer die in regionaler Kreislaufwirtschaft ihre Marktchance sehen.

Deshalb haben wir den nächsten Schritt vorbereitet:

Wir bitten Sie schon heute, mit uns gemeinsam beim 1. Bundestreffen der Regionalbewegung vom 31. März bis 2. April 2004 in Feuchtwangen eine gemeinsame Plattform zu gründen. Die Regionalbewegung muss als Alternative zur Kälte der Weltmärkte bemerkt werden, stark sein und Einfluß nehmen und dabei konkurrenzfähig werden und ihren ungeheuren Reichtum an unternehmerischer und mitmenschlicher Phantasie ausspielen, der sie allen "planwirtschaftlichen Konzernstrategien" weit überlegen macht.

Lesen Sie wie wir uns das 1. Bundestreffen vorstellen. Vor allem aber kommen Sie nach Feuchtwangen, machen Sie mit bei den Diskussionen, prägen Sie mit uns diese Veranstaltung und kleben Sie mit vielen MitstreiterInnen unser Aktionszeichen mit dem Slogan "Nachbar, wir brauchen uns" auf Bauernhöfe, Handwerksbetriebe, Dienstleistungsunternehmen und Ein-zelhandelsbetriebe.

Neben dem Ernst unserer wichtigen Arbeit wird es auch unterhaltsam zugehen, bei Begegnungen mit unseren Feuchtwanger Geschäftsleuten, bei interessanten regionalen Buffets, bei Musik und wenn wir nächtens am Donnerstagabend die Feuchtwanger Innenstadt zumauern.

Wir laden Sie sehr herzlich ein zum nächsten Schritt in ein artenreiches Land und in eine lebenswerte Stadt.

Ihr

Heiner Sindel




Vorankündigung ! Bitte vormerken !! Erstes Bundestreffen der Regionalbewegung vom 31. März bis 2. April 2004 in Feuchtwangen

Für das Frühjahr 2004 plant das Aktionsbündnis Tag der Regionen das erste Bundestreffen der Regionalbewegung.

Diese bislang einmalige Veranstaltung soll dazu beitragen, die Region als Gegengewicht zu Globalstrukturen bewusst zu machen. Es gibt viele Regionalinitiativen, aber in der breiten Öffentlichkeit ist eine Regionalbewegung nicht erkennbar. Eine Diskussion "Region als Alternative und Ergänzung zur Globalisierung" findet in den übergreifenden Medien und damit in der Bevölkerung nicht statt. Für einen wirtschaftlichen Erfolg und ein nachhaltiges Engagement der Regionalinitiativen ist diese Diskussion aber unerlässlich.

Wir bieten deshalb vom 31. März bis 2. April 2004 in Feuchtwangen die Chance in gemeinsamer Anstrengung die Regionalbewegung auf Bundesebene erkennbar zu machen, den Austausch von Wissen und guten Beispielen und vieles mehr....




Der Tag der Regionen - Aussteller auf der Internationalen Grünen Woche 2004 in Berlin

Erstmalig wird sich das Aktionsbündnis Tag der Regionen als Aussteller auf der Internationalen Grünen Woche vom 16.01. - 25.01.2004 in Berlin beteiligen. Internationale Grüne Woche

An einem Gemeinschaftsstand des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, des NABU, der Verbraucherzentrale Bundesverband und "Regionen Aktiv" wird im Rahmen der Sonderschau des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft für regionale Produkte geworben.

Die Präsentation im Bereich "aus der Region" soll die Bedeutung und Vorteile der "Regionalität" praxisnah darstellen. Interessierte können sich z.B. an einem Quiz-Spiel beteiligen, in dem die zurückgelegten Kilometer von Produkten eines Weltmarkt-Menüs sowie eines Regionalmenüs zu schätzen sind.




Leitlinien für Veranstaltungen zum Tag der Regionen

Die Themenvielfalt der Aktionen zum Tag der Regionen nimmt jedes Jahr zu. Die LänderkoordinatorInnen tauschten sich beim letzten Treffen über den Verlauf von Veranstaltungen in ihren Regionen aus und trugen folgende Kriterien für beispielhafte Aktionen zusammen.

...was beispielhafte Aktionen erreichen bzw. zeigen können:

  • Förderung der regionalen Wirtschaftschaftskreisläufe von Einzelunternehmen
  • Förderung der Netzwerke für den Aufbau und Erhalt des Regionalen - in Zusammenarbeit mit Vereinen, Verbänden und engagierten BürgerInnen vor Ort
  • Förderung regionaltypischer Kulturarbeit - in Zusammenarbeit mit regional ansässigen Kunstschaffenden
  • Förderung der Wahrnehmung örtlicher-regionaler Alltags-Naturräume
  • Förderung des regionaltypischen Gaumengeschmacks - in Zusammenarbeit mit Gastronomie und Landwirtschaft
  • Förderung der Verbindungen zum fairen Weltbild - über die Einbindung und Kooperation vor Ort mit Initiativen und Unternehmen der Einen Welt
  • Förderung der Partnerschaften zwischen den Regionen - Kontaktbörsen und Handlungsrahmen mit landes-, bundes- und europaweiter Ausstrahlung

In jeder Ausgabe des KreisL wollen wir Ihnen nun eine Aktion vorstellen, die eine Forderung der - sicher bisher noch unvollstän-digen - nachfolgenden Liste aufgreift und umsetzt.

Heute: Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe

Wie Hausbesitzer mit Abfall Geld verdienen können und dabei Müll vermeiden - die Bauteilbörse Bremen präsentierte sich am Tag der Regionen.

Steigende Kurse an Bauteilbörse

Wie Hausbesitzer mit Abfall Geld verdienen können und dabei Müll vermeiden

"Ich habe mich immer wieder geärgert, dass beim Umbauen oder Sanieren eines Hauses so viele Bauteile anfallen, die zwar noch gut in Schuss sind aber dennoch in den Müll wandern", erzählt Ute Dechantsreiter.

Wie der Bremer Architektin geht es vielen anderen Menschen, die als Handwerker oder auch Bauherrn mit ähnlichen Problemen konfrontiert werden

Gemeinsam mit ihnen und ihrer Kollegin Karin Stroh-meier hat sie deshalb Anfang 2002 einen Verein gegründet, der Abhilfe schaffen soll: Eine Börse und ein Lager bieten die Möglichkeit zum Kauf und Verkauf gebrauchter Bauteile zu fairen Preisen.

Ein einmaliges Pilotprojekt

Mit ihrem Angebot, das vom Bremer Energie-Konsens, dem Bremer Senator für Bau und Umwelt sowie den Bremer Entsorgungs-unternehmen gefördert wird, haben Ute Dechantsreiter und ihre KollegInnen ein bundesweit einmaliges und viel beachtetes Pilotprojekt in der Hansestadt geschaffen.

Wiederverwenden statt Wegwerfen

Ziel ist es, wieder verwendbare Bauteile zu bewahren und sie dem Markt zur Verfügung zu stellen. Ob alte Steine, Fliesen und Dachziegel für den Neubau oder Haustüren und Fenster für eine Sanierung: Die Bauteilbörse soll dafür sorgen, dass "Gebäude in Bremen und “umzu” künftig verstärkt auch mit gebrauchten Teilen errichtet und saniert werden", erklärt Karin Strohmeier. "Wir möchten auf diesem Weg helfen, Abfall zu vermeiden, und ein Signal gegen die Wegwerfmentalität setzen."

Weitere Vorteile liegen auf der Hand: Bauteile wiederzuverwenden spart Rohstoffe und Energie, ist ein Beitrag zum Klimaschutz und hilft überdies die Sanierungs- oder Bau-kosten zu senken.

Einfach und bequem funktioniert die Börse auch im Internet. Hier können Bauteile gegen eine Gebühr, die je nach Warenwert zwischen zehn und 25 Euro beträgt, angeboten werden. Diese Angebote sind dann sechs Monate auf der Internetseite www.bauteilboerse-bremen.de zu finden. Hat jemand Interesse an einem Second-handstück, kann er es im Lager besichtigen, oder das Team stellt den Kontakt zum Anbieter her. "Die Börse richtet sich sowohl an Privatleute, als auch an Unternehmen, die im Baubereich tätig sind", sagt Ute Dechantsreiter. "Wir hoffen, dass unser Projekt über die regionalen Grenzen hinweg Vorbildcharakter hat und viele Nachahmer findet.”

Erstmalig werden jetzt bei zwei Abrissvorhaben in Bremen und Achim alle gut wieder verwendbaren Bauteile systematisch aufgenommen und in das Internet gestellt. Insgesamt werden so vor Abriss aktuell über 100 Bauteile wie Heizkörper, Innentüren, Haustüren, Regenrinnen, Schalter und Steckdosen, Fußbodendielen, Waschbecken, sogar ein Wintergarten und Waschbetonplatten zum Verkauf angeboten.

Am 20. September 2003 informierte die Börse im Rahmen des Tag der Regionen über ihre Arbeit. Gemeinsam mit ihren Kollegen führte Ute Dechantsreiter Interessierte über das Gelände des Bauteillagers auf dem Gelände der Recyclingstation Kirch-huting an der Obervielander Straße 43. Außerdem konnte an diesem Tag in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für angewandte Stadtökologie mbH (GFAS) der PH-Wert von Gartenerde getestet werden.

Kontakt:
Bauteilbörse und Bauteillager
Obervielander Str. 43
D-28259 Bremen

Fon +49 (0)421 57 96 088
Fax +49 (0)421 57 96 922

info@bauteilboerse-bremen.de www.bauteilboerse-bremen.de




Tag der Regionen 2003 - wie war's ?

Nach dem Tag der Regionen haben wir einige Akteure gefragt: “Tag der Regionen 2003 - wie war's, wie ist's gelaufen?”

Wir stellen Ihnen die Ergebnisse unserer Interviews vor und hoffen, dass Sie einige Anregungen für den nächsten Aktionstag, am 3. Oktober 2004, gewinnen können und wieder oder auch erstmals mit dabei sind.

Gesichter der Region

Ernst-Ludwig Wagner
Regionalmanagement
Verein Region Lahn-Dill-Bergland e.V.
Straße 1
35080 Bad Endbach
Tel. 06464 - 5382

Seit wie viel Jahren nehmen Sie am Tag der Regionen teil ?
Seit 1999 wird der Tag der Regionen, also jetzt zum 5. Mal durchgeführt.

Wer beteiligt sich an Ihren Aktionen ?
Der Verein Region Lahn Dill Bergland hat den diesjährigen Tag der Regionen unter dem Thema Apfel mit dem Slogan " Was hat die Biene mit dem Schnaps zu tun? " durchgeführt.
Es haben sich um das Thema Apfel die Kreisverbände der Obst- und Gartenbauern, die beiden Ämter für Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz sowie ein Schnapsproduzent beteiligt. Imker haben ihr Handwerk und alles was damit zu tun hatte dargestellt. Ein Fachmann hat von Besuchern mitgebrachte Äpfel definiert.
Daneben waren eine Schule und ein heimischer Künstler sowie ein Sprachenforscher mit dem Thema beschäftigt.
Am Morgen hat der örtliche Pfarrer vor über 550 Teilnehmern in der Halle den Erntedankgottesdienst unter Beteiligung heimischer Gruppen durchgeführt. Um den seit Jahrhunderten die Region prägenden Bergbau mit all seinen verschiedenen Facetten in Erinnerung zu rufen, haben Bergbauvereine mit unterschiedlichen Aktionen den Tag sehr gut mitgestaltet. Aus dieser positiven Resonanz entsteht in diesen Tagen ein Projekt des Vereins Lahn-Dill-Bergland zur Aufarbeitung der Bergbaugeschichte in der Region.
Eine ganze Reihe von Direktvermarktern hat die Verköstigung der Besucher übernommen. Die heimische Haus- und Nutztiervielfalt wurde von Landwirten dargestellt und fand großen Anklang.
Gruppen mit unterschiedlichsten Kulturprogrammen haben für ein tolles Rahmenprogramm auf der Bühne und im Umfeld gesorgt.

Was ist der Motor für die wiederholte Teilnahme am Tag der Regionen ?
Die Region Lahn-Dill-Bergland ist seit 2002 Förderkulisse im Programm Leader+. Diese Tatsache mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit und die Chancen einer positiven Regionalentwicklung haben den Verein motiviert. Die riesige Resonanz der Bevölkerung bestätigt die Bemühungen.

Gibt es Probleme bei der Umsetzung und Planung der Aktionen ?
Der Verein und das Regionalmanagement haben durch frühzeitige Einbeziehung der regionalen Akteure eine positive Grundstimmung erzeugen können. Deshalb gab es über die üblichen kleinen organisatorischen Mängel hinaus keine nennenswerten Probleme. Die Standortgemeinde hat mit allen Kräften (vom Bauhof über Verwaltung bis DRK und Feuerwehr) zum Gelingen beigetragen.

Auf welche Erfolge können Sie verweisen ?
Die Veranstaltung wurde in der Planung frühzeitig angegangen. Die Akteure haben ebenfalls zeitig mitgearbeitet. Die Öffentlichkeitsarbeit lief parallel dazu. Die riesige Resonanz der Bevölkerung und die ausführliche Berichterstattung der heimischen Medien spiegeln den Erfolg wieder.

Wie planen Sie den Tag der Regionen im Vorfeld ? Gibt es das Jahr über Vorbereitungstreffen (wenn ja, in welcher Häufigkeit ) ?
Nach den Beschlüssen der zuständigen Gremien und der Themenauswahl haben die Ämter und das Regionalmanagement die Planungen gemeinsam betrieben.
Ab Juni 2003 haben im Vier-Wochenabstand Besprechungen der wichtigsten Akteure vor Ort stattgefunden, wo sowohl Ablaufplanung als auch Programm festgelegt wurden.
Die endgültigen Besprechungen fanden eine Woche vor dem Tag der Regionen statt. Der Aufbau begann einen Tag vorher. Nach dem Tag der Regionen fand im Vorstand des Vereins eine Abschlussbesprechung statt, in der eine vom Regionalmanagement vorbereitete kritische Bewertung diskutiert und verabschiedet wurde.
Als positiv wurde die Zuspitzung des Tages der Regionen auf ein Schwerpunktthema empfunden. Für das Jahr 2004 kann man sich z. B. das Thema "Brot" vorstellen.

Wann beginnen Sie mit der Pressearbeit und wie gestalten Sie diese ?
Was ist Ihnen dabei wichtig ?

Mit dem Beschluss der Durchführung haben wir mit der Öffentlichkeitsarbeit begonnen. Diese wurde dann in insgesamt drei weiteren Stufen mit immer neuen Informationen fortgesetzt. Dazu kamen noch Pressegespräche vor Ort vor und während des Tages der Regionen. Verbesserungswürdig ist die inhaltliche Darstellung im Vorfeld, wenn, wie in diesem Jahr erstmals ein themenbezogener Tag der Regionen durchgeführt wird. Das gehört zu den Konsequenzen zukünftiger Tage.
Die Vielzahl der heimischen Presseorgane bis zu den örtlichen Gemeindemitteilungsblättern boten ein ausreichendes Feld für Öffentlichkeitsarbeit.

Wie ist die Resonanz während und nach dem Tag der Regionen bei den BesucherInnen ?
Wie bereits beschrieben, war die Resonanz der Besucher in dieser Vielzahl von uns als Veranstalter nicht erwartet. Presseorgane berichteten von "Tausende von Besuchern". Die Tatsache, dass die Direktvermarkter zum großen Teil ausverkauft und eine Befragung der Akteure des Unterzeichners zum Ende des Tages durchweg zufriedene Gesichter zeigte, spricht für sich. Viele Einzelgespräche mit Besuchern und die Rückmeldung an uns haben diese Einschätzung bestätigt. Der Verein hat sich wenige Tage später noch mal schriftlich bei allen Beteiligten per Brief bedankt.




Andrea Opitz
Naturparkverwaltung
Niederlausitzer Heidelandschaft
Kreis Elbe-Elster, Brandenburg
Waldstr. 18 a
04924 Bad Liebenwerda
Tel. 035341-615-0

Seit wie viel Jahren nehmen Sie am Tag der Regionen teil ?
Wir nahmen 2002 und 2003 am Tag der Regionen teil.

Wer beteiligt sich an Ihren Aktionen ?
Bei unseren Veranstaltungen beteiligen sich Vereine, Institutionen, Landwirte, regionale Handwerksbetriebe, Gaststätten und Erzeuger im Nebenerwerb.

Was ist der Motor für die wiederholte Teilnahme am Tag der Regionen ?
Wir haben positive Erfahrungen über diese Darstellungsform, sich für die Entwicklung der Region einzubringen, gemacht.

Gibt es Probleme bei der Umsetzung und Planung der Aktionen ?
Nein, es gab keine nennenswerte Probleme.

Auf welche Erfolge können Sie verweisen ?
Wir konnten den Landrat des Elbe-Elster Kreises als Schirmherren gewinnen.

Das Interesse am Tag der Regionen ist gewachsen, es sind wesentlich mehr Akteure bei der Vorbereitung und Durchführung des Tages beteiligt. In 2002 hatten wir 27 Aktionen zum Tag der Regionen im Elbe-Elster Kreis, davon beteiligten sich 19 Gaststätten mit einem Naturparkmenü. In diesem Jahr konnten wir die Aktionen fast verdoppeln: Der Elbe-Elster Kreis war mit 50 Veranstaltungen vertreten. 24 Gaststätten boten dieses Jahr das "Tag der Regionen Naturparkmenü".

  

Unsere "gekrönten Häupter" aus Bad Liebenwerda (Mühlberger Mönch, Koch der Regionalen Speisekarte, Wassermädchen, Schliebener Moie, Äpelmoid) werben ganzjährig für die Aktion.

Die steigenden Besucherzahlen belohnten das Engagement der Akteure: zu den 9. Niederlausitzer Apfeltagen hatten wir zum Beispiel ca. 5000 Gäste, die Radsternfahrt mit Besichtigung der Zuckerfabrik Brottewitz wurde mit 140 Teilnehmenden ein Ereignis, der Bauernmarkt Grochwitz zählte etwa 1000 Besucher und zum Handwerkermarkt in Finsterwalde kamen ca. 1500 Menschen.

Wie planen Sie den Tag der Regionen im Vorfeld ? Gibt es das Jahr über Vorbereitungstreffen (wenn ja, in welcher Häufigkeit ) ?
Mit den Partnern und Akteuren führten wir vier Vorbereitungstreffen durch. In diesen Zusammenkünften wurden die Aktionen geplant, neue Ideen kreiert und vor allem die Öffentlichkeitsarbeit (Pressearbeit, Plakate und Werbematerialien) abgestimmt.

Wann beginnen Sie mit der Pressearbeit und wie gestalten Sie diese ?
Was ist Ihnen dabei wichtig ?

Mit der Pressearbeit beginnen wir ca. 8 Wochen vorher. Von uns als Koordinatoren für den Elbe-Elster Kreis werden Presse-mitteilungen zu sämtlichen stattfindenden Aktionen verschickt und ein Pressegespräch durchgeführt. Zusätzlich tritt jeder einzelne Veranstalter an die Presse heran.
Wichtig für uns ist, die Ziele des Aktionstages über die Presse zu vermitteln.

Wie ist die Resonanz während und nach dem Tag der Regionen bei den BesucherInnen ?
Die Resonanz bei den Besuchern ist positiv, das verdeutlicht vor allem die steigenden Besucherzahlen. In den Gesprächen bringen die Besucher zum Ausdruck, dass sie diese Aktionen als positiv für die Entwicklung ihrer Heimat halten, dass sie dadurch eine Verbes-serung ihrer Lebensqualität im länd-lichen Raum sehen.

Wie ist die Resonanz während und nach dem Tag der Regionen bei den Akteuren ?
Die Resonanz bei den Akteuren ist sehr gut. Es beteiligen sich immer mehr Akteure, sie begreifen den Aktionstag als einen Höhepunkt ihrer ganzjährigen Arbeit.




Rainer Wölfel
Naturschutzzentrum Wengleinpark e.V.
Landkreis Nürnberger Land
Postfach 333
91212 Hersbruck
Tel. 09151 - 70200

Seit wie viel Jahren nehmen Sie am Tag der Regionen teil ?
Seit 6 Jahren, 1998 haben wir mit dem ersten "Regionalen Aktionstag" in der Hersbrucker Alb den ersten Probelauf für den Tag der Regionen veranstaltet.

Wer beteiligt sich an Ihren Aktionen ?
Regionalinitiativen, Landwirte, Handwerker, Naturschutzverbände, Kirchen, Vereine, Behörden, Verbände, Gastronomie, Künstler, Gewerbetreibende (des jeweiligen Veranstaltungsortes).

Was ist der Motor für die wiederholte Teilnahme am Tag der Regionen ?
Für uns ist der Tag der Regionen die Plattform für die Darstellung unserer Regionalinitiativen, wir haben mittlerweile ein großes Stammpublikum (2000-3000 Menschen, 2003 mehr als 6.000 Besucher) und einen hohen Aufmerksamkeitswert. Durch den gemeinschaftlichen Termin werden die Initiativen jedes Jahr neu motiviert, die Arbeit und die Erfolge des Jahres zu präsentieren. Öffentliche Auftritte stärken auch das Selbstbewußtsein der Akteure.
Durch den jährlichen Wechsel des Veranstaltungsortes erreichen wir immer wieder neue Menschen und die Vorbereitung zum Tag der Regionen ist ein wichtiger Schritt für den Ausbau der Zusammenarbeit in der Region.

Gibt es Probleme bei der Umsetzung und Planung der Aktionen ?
Mittlerweile zunehmend weniger. Der Aktionstag hat bei uns einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht, so dass die Gemeinden, Vereine und Gewerbetreibenden des jeweiligen Veranstaltungsortes gerne mitarbeiten und sich engagieren. Je größer die Veranstaltung wird, je mehr Beteiligte hinzukommen, desto schwieriger ist es, die Botschaft des Tag der Regionen jedem zu vermitteln und damit den eigentlichen Charakter zu bewahren.
Es braucht viel Bewusstseinsbildungsarbeit um die Akteure und die Besucher über den Sinn und Zweck dieses Tages zu informieren.

Auf welche Erfolge können Sie verweisen ?
Sechs Veranstaltungen mit durchschnittlich 2.000 bis 3.000 Besucher, im Jahr 2003 hatten wir mehr als 6.000 Besucher.
Die Anzahl der beteiligten Informations- und Verkaufsstände schwankt zwischen 40 und 60 mit steigender Tendenz.
Im Jahr 2003: erstmals Veranstaltung mit großem Obstmarkt, Fernseh- und Rundfunkberichte zum Aktionstag, sowie Informationsschriften zum jeweiligen Tag der Regionen.
Wichtiger regionaler Erfolg: es wird immer weniger gefragt: "Tag der Regionen, was ist das?" sondern immer häufiger: "Tag der Regionen, wo findet er dieses Jahr statt?"
Das Selbstbewusstsein der Akteure ist durch die Teilnahme am Tag der Regionen gestiegen, einige Betriebe konnten über diese Aktion auch neue Stammkunden gewinnen.

Wie planen Sie den Tag der Regionen im Vorfeld ? Gibt es das Jahr über Vorbereitungstreffen (wenn ja, in welcher Häufigkeit ) ?
Erstes Treffen mit dem Kernteam (=Regionalinitiativen) im Januar. Hier fällt die Entscheidung über den Veranstaltungsort.
Erste Vorgespräche mit dem Bürgermeister.
Ab Februar/März finden regelmäßige Vorbereitungstreffen mit den interessierten Gruppen der Veranstaltungsgemeinde statt (5-6 Treffen). Diese Treffen sind wichtig um organisatorische Fragen zu klären, aber auch um das Bewusstsein bei den Akteuren zu stärken. Wenn die Beteiligten den Sinn und Zweck des Tages verinnerlicht haben, können sie dies auch den Besuchern vermitteln. Den Abschluss bildet eine Nachbesprechung nach dem Aktionstag.

Wann beginnen Sie mit der Pressearbeit und wie gestalten Sie diese ?
Was ist Ihnen dabei wichtig ?

Kleinere Artikel, werden das Jahr über gestreut (wie "Vorbereitungen haben begonnen" usw.). Verstärkte Pressearbeit beginnt ca. 2 Wochen vor dem Aktionstag, ein großer Bericht wird ca. 2-3 Tage vor dem Termin veröffentlicht.
Zunehmend schalten die Beteiligten auch Anzeigen zum Tag der Regionen (auch Anzeigenkollektiv), das hilft sehr bei der Veröffentlichung des Programms bzw. von Artikeln.
Wichtig ist dabei die Vielfalt der Beteiligten und des Programms darzustellen, um ein möglichst unterschiedliches Publikum anzusprechen.

Wie ist die Resonanz während und nach dem Tag der Regionen bei den BesucherInnen ?
Wir haben im Jahr 2003 eine Umfrage veranstaltet, den Besucher gefiel am besten:
die Vielfalt der Produkte und Anbieter die an diesem Tag präsentiert werden, der regionale Bezug und die reichhaltigen Informationen.Diese Punkte werden auch in Gesprächen am und nach dem Aktionstag immer genannt.

Wie ist die Resonanz während und nach dem Tag der Regionen bei den Akteuren ?
Wichtig ist es, die regionalen Akteure der Gemeinde mit einzubeziehen und diese vom Sinn des Tages zu überzeugen. Nach anfänglicher Skepsis bei den neu hinzugekommenen, wird der Tag sehr gut angenommen.
In den Nachbesprechungen wird immer wieder deutlich, dass die Anbieter nicht mit dem Interesse gerechnet haben und dass sie mit dem Aktionstag sehr zufrieden waren. Es berichten immer wieder Anbieter, dass sich an diesem Tag neue Kontakte mit Abnehmern angebahnt haben, die sie in Zukunft noch weiter ausbauen wollen.
Betriebe, die schon länger dabei sind berichten, dass sie von ihren Kunden auch gezielt auf den Tag der Regionen angesprochen werden.
Meiner Meinung nach ist es wichtig, in die Veranstaltung zum Tag der Regionen regelmäßig abzuhalten. Der jährlich wechselnde Standort innerhalb einer Region und das wiederkehrende Ereignis bringt das Thema zu den Menschen hin und holt sie dort ab, wo sie stehen.




Ingo Ellermann
Lokale Agenda 21
Kirchenkreis Herford
Hansastr. 60
32049 Herford
Tel. 05221 - 988 - 410

Seit wieviel Jahren nehmen Sie am Tag der Regionen teil ?
Seit 1999, seit fünf Jahren also.

Wer beteiligt sich an Ihren Aktionen ?
Vorbereitet wird der Tag der Regionen von der Lokalen Agenda Herford (bestehend aus: Kirchenkreis Herford, BUND, ADFC, VCD, Politikern, sowie interessierten BürgerInnen.) Am Aktionstag beteiligen sich außerdem Handwerker, Kaufleute, Landwirte und Herforder Stadtführer.

Was ist der Motor für die wiederholte Teilnahme am Tag der Regionen ?
Wir unterstützen voll und ganz die Ziele des Tag der Regionen, da sie mit dem Agendaleitbild für eine nachhaltige Entwicklung im Einklang stehen.
Die Planung und Organisation machen Spaß. Besonders hilfreich empfinden wir das starke Bündnis, dass ein bundesweiter Aktionstag mit sich bringt und die unterstützenden Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit.

Gibt es Probleme bei der Umsetzung und Planung der Aktionen ?
In der Regel nicht. Zum Teil hakt es bei der Finanzierung, bei Genehmigungen durch die Stadt oder bei Auflagen durch das Veterinäramt. Bei der Umsetzung wäre mehr praktische Unterstützung durch freiwillige Helfer z.B. beim Auf- und Abbau wünschenswert.

Auf welche Erfolge können Sie verweisen ?
Ein Erfolg ist sicherlich, dass sich der Aktionstag allmählich in den Köpfen festsetzt. Die Bereitschaft der Händler und Handwerker den Aktionstag zu unterstützen hat zugenommen. Ob sich der Kunde allerdings in Zukunft verstärkt regional orientieren wird, ist leider nicht messbar. Da kann man nur hoffen und weiterhin werben.

Wie planen Sie den Tag der Regionen im Vorfeld ? Gibt es das Jahr über Vorbereitungstreffen (wenn ja, in welcher Häufigkeit) ?
Wir fragen auf dem Agendaforum wer mitmachen möchte, ob es ein besonderes Thema geben soll und welche Aktionen denkbar sind. Springt der Funke über, treffen wir uns als Aktionsgruppe ca. 3 bis 5 mal zur Vorbereitung.

Wann beginnen Sie mit der Pressearbeit und wie gestalten Sie diese ?
Was ist Ihnen dabei wichtig ?

In der Regel laden wir 1 bis 2 Wochen vor dem Aktionstag zu einem Pressegespräch ein zu dem wir Materialien zusammenstellen. Ein örtlicher aktueller Bezug zum Thema, z. B. ein wirtschaftlich abgehängter Innenstadtteil mit Strukturproblemen, ist wichtig. Gleichzeitig versuchen wir die Verknüpfung mit den globalen, sozialen und ökologischen Problemen darzustellen.
Im 2. Teil des Gespräches präsentieren wir auch die Ideen und Projekte der Lokalen Agenda, um für eine zukünftig nachhaltige Stadtentwicklung zu werben.
Bei der Berichterstattung am Aktionstag kommen die Inhalte leider oft zu kurz, da der bunte, nette Familientag im Vordergrund steht.
Bedauerlicherweise gab es im diesem Jahr keine überregionale Pressearbeit in Ostwestfalen-Lippe zur Bewerbung des Aktionstages.

Wie ist die Resonanz während und nach dem Tag der Regionen bei den BesucherInnen ?
Die Thematik wird gerne angenommen und diskutiert. Die Anbieter von Waren und Dienstleistungen konnten ihr regionales Angebot gut präsentieren und haben sicherlich auch neue Kunden gewonnen.
Ein Aktionstag am Sonntag in unserer Stadt ist allerdings schwer, wenn keine weiteren Veranstaltungen stattfinden.
Die Verknüpfung mit dem kirchlichen Erntedankfest und dem Gottesdienst kommt aber gut an. In diesem Jahr war außerdem verkaufsoffener Sonntag, der uns viel Laufkundschaft beschert hat. Auch im Nachhinein war die Resonanz nur positiv.

Wie ist die Resonanz während und nach dem Tag der Regionen bei den Akteuren ?
Während des Aktionstages sind wir als Veranstalter doch recht gefordert. Aussteller, Händler und Gastronomen waren zufrieden und würden gerne im nächsten Jahr wieder teilnehmen.
Sehr viel hängt natürlich vom Wetter ab und den finanziellen Möglichkeiten, aber ich denke wir sind auch im nächsten Jahr wieder dabei.

Dankeschön !

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an folgende Aktionsbündnispartner, die den Tag der Regionen 2003 mit einer Spende oder Unkostenbeiteiligung unterstützt haben (es wurden Beträge ab 50,-Euro berücksichtigt):

Aus dem bundesweiten Aktionsbündnis: Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Deutsche Waldjugend, Katholische Landjugendbewegung Deutschlands e.V. (KLJB), Stiftung Ökologie und Landbau (SÖL)

Aus NRW: Grünes Umwelt- und Tierschutzforum in Kerpen (G.U.T. für Kerpen), Ökofonds (Bündnis 90/Die Grünen NRW), Verkehrsclub Deutschland (VCD), Verband für Umweltberatung (VUB)

Aus Bayern: Artenreiches Land - Lebenswerte Stadt e.V., Bayerischer Hotel- und Gaststättenverband Hauptgeschäftsstelle (BGH), Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN), CORBEAU werbeagentur - Feuchtwangen, Förderverein Umweltschutz in Unterfranken e.V., Steuerkanzlei Walter Köhnlein - Feuchtwangen, Ökohum Vertrieb und Verwaltung GmbH - Herbertingen, Ökospinne Umweltnetzwerk Ansbach e.V., Bürohaus Sommer - Feuchtwagen, maler wehringer GmbH - Feuchtwangen.

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