Unser Haus spart Energie - Gewusst wie
Wanderausstellung zum Einsatz Erneuerbarer Energien zur Wärmerzeugung
in Ein- und Zweifamilienhäusern mit vielfältigem Begleitprogramm
ab Juni „on tour“
Ein Beitrag von Brigitte Hilcher, Bundeskoordination Tag der Regionen Nord
Der Bundesverband der Regionalbewegung
präsentiert gemeinsam mit den
Länderkoordinationsbüros Tag der
Regionen ab Juni 2008 bundesweit eine
moderne, sprachgeführte Ausstellung mit
dem Titel "UNSER HAUS SPART ENERGIE -
GEWUSST WIE".
Parallel zur Ausstellung wird ein Veranstaltungsprogramm
als Vernetzungs- und
Kommunikationsoffensive rund um das
Thema Erneuerbare Energien angeboten,
das zum einen Besucher für die Ausstellung
gewinnen und zum anderen das
Informationsangebot regional erweitern,
Kontakte vermitteln und Sanierungsmaßnahmen
konkret anstoßen soll.
Inhalte der Ausstellung
Der Einsatz von Solarthermieanlagen
sowie von Biomasse wird anschaulich
präsentiert. Die Nutzung von Umweltwärme
mittels Wärmepumpe wird
beleuchtet und die sinnvolle Dämmung
von Gebäuden praktisch vorgestellt.
Natürlich finden sich auch Hinweise zu
möglichen Förderungen und Handlungstipps
zur Planung einer Haussanierung
wie auch zur Energieeinsparung. Vor Ort
kann der Heizenergiekennwert berechnet
und somit der Sanierungsbedarf
ermittelt werden. Voraussetzung ist, dass
die Besucher eine Jahresübersicht ihres
Gas- bzw. Heizölverbrauchs mitbringen.
Die Ausstellung ist als Rundgang mit
sechs Themenhäusern konzipiert.
Diese bestehen aus Informationstafeln,
spielerischen Elementen, Exponaten und
Hörbeiträgen (sogenannte Podcasts).
Eine Bibliothek mit Fachliteratur und
Broschüren zum Mitnehmen sowie eine
Kinderspielecke ergänzen das Angebot.
Sanierungsstau bei Wohngebäuden
im Bereich Wärmeerzeugung und
Wärmedämmung
In deutschen Haushalten wird mehr
Energie verbraucht als in der Industrie -
Tendenz steigend. Der hohe Verbrauch
ist vor allem auf den Sanierungsstau im
Bereich Wärmerzeugung und -dämmung
zurückzuführen. Nach Analysen des Umweltbundesamtes
ließen sich mit einer
vollständigen energetischen Sanierung
des heutigen Bestandes an Wohngebäuden
auf Niedrigenergiehausniveau knapp
60 Prozent des derzeitigen Raumwärmebedarfs
einsparen.
Ziele des Projektes
Das Projekt verfolgt das Ziel, die lokale
Öffentlichkeit für Energieeinsparungen
sowie zur Steigerung des Einsatzes
Erneuerbarer Energien vorrangig in
Wohngebäuden zu sensibilisieren und
zu mobilisieren. Damit sollen klimaschädliche
Kohlendioxidemissionen verringert
und Wertschöpfungsketten für Handwerksbetriebe
in den Regionen erschlossen
werden.
Im Veranstaltungsprogramm sollen vor
allem die Faktoren aufgegriffen und
thematisiert werden, die Hausbesitzer bei
der energetischen Sanierung hemmen.
Das können z.B. folgende Punkte sein:
- die unübersichtliche Informationslage
über die Vielzahl der Erneuerbaren
Energie-Erzeugungsmöglichkeiten,
- die Unsicherheiten bei der Kalkulation
des Zeit- und Organisationsaufwandes
für die Umrüstung,
- der Beratungsbedarf und -aufwand
bei der großen Zahl an Fördermöglichkeiten,
- Unsicherheiten bei der Amortisation,
- ein diffuses Image der Technologien
im Hinblick auf Ihre Zuverlässigkeit,
Wirtschaftlichkeit und Ergiebigkeit,
- nicht ausreichendes Vertrauen
gegenüber dem Fachhandel,
- Intransparenz bei den Beratungsleistungen
von Handwerksbetrieben
(Systembindungen).
Der große Informations- und Beratungsbedarf
soll im Rahmen des Projektes
durch ansprechende Präsentation der
Techniken, durch herstellerneutrale
Beratungsangebote, durch positive und
motivierende Beispiele sowie ebenso
durch Erlebnisaktionen verbessert
werden.
Veranstaltungstermine und Orte
Am 24. Juni wurde die Ausstellung in
Hamburg-Wandsbek, im Zentrum für
Wirtschaftsförderung, Bauen und
Umwelt eröffnet. Kompetente Partner
vor Ort waren das Bezirksamt Wandsbek
und der Zukunftsrat Hamburg.
Abendseminare zur Sanierung und
Renovierung von Altbauten, Beratung
zum Einsatz gesundheits- und ökologisch-
verträglicher Materialien und zum
Nutzerverhalten nach einer Sanierung
waren wichtige Bausteine des Programms.
Nach der Sommerpause geht die Tour im
Technologie Zentrum Lichtenau in
NRW weiter. Dort konnten die Organisatoren
das Institut für energetische
Gebäudemodernisierung als starken
Partner gewinnen. Gestartet wird hier
am 29. August mit der Abschlussveranstaltung
zum LEADER-Projekt "Altes Haus
- attraktiv für die Zukunft", die am 30.
August 2008 in einen Tag der offenen
Tür zum Thema Energieeffizienz und
Erneuerbare Energien im Technologiezentrum
münde.
Im Anschluss daran wandert das Projekt
weiter in das Rathaus nach Weyhe in
Niedersachsen, wo die Wirtschaftsförderung
Gemeinde Weyhe und das
Umweltzentrum Stuhr einen guten Rahmen
gewährleisten. Auch die Energieagentur
Weyhe hat die Beteiligung bereits
zugesagt und wird schwerpunktmäßig
zu lokalen Förderprogrammen
informieren.
Vom 7. bis 21. Oktober 2008 ist die Ausstellung
im Schaufenster Fischereihafen
in Bremerhaven zu sehen. Für
das Veranstaltungsprogramm werden die
Marktfläche und die Räume des Theaters
im Fischereihafen und im Seefischkochstudiobereich
genutzt. Partner vor Ort ist
das "Netzwerk Energiesparende Modernisierung".
In Vorbereitung sind Vorträge,
Exkursionen und Mitmachangebote.
Die Realisierung erfolgt mit weiteren
regionalen Akteuren wie z.B. Kreishandwerkerschaft,
Energieberater, Schaufenster
Fischereihafen-Veranstaltungsgesellschaft,
Frauen im Handwerk, Energiekonsens Bremen und Verbraucherzentrale
NDS/HB.
Unter dem Motto "Klimawandel und
Energie" wird die Ausstellung im Rathaus
in Achim (Landkreis Verden)
vom 22. Oktober bis 5. November in ein
umfassendes Programm eingebunden.
Als Partner vor Ort konnte die Kreisvolkshochschule
Verden gewonnen werden.
Den Abschluss 2008 in Niedersachsen
bildet Oldenburg, wo mit dem Olantis
Erlebnisbad ein stark frequentierter,
sicherlich interessanter Ausstellungsort
gefunden wurde. Die Aktionsgemeinschaft
Klima(+) Oldenburg wird am
7. November mit einer Auftaktveranstaltung
die Informationswochen einläuten.
Geplant sind, wechselnde Fachinformationen
in Ergänzung zur Ausstellung
anzubieten und dafür eng mit anerkannten
Energieberatern zusammenzuarbeiten.
Die Vorstellung gelungener
Sanierungsprojekte soll Anreiz für eigene
Modernisierungsmaßnahmen geben.
Daneben besteht die Möglichkeit, das
bädereigene Blockheizkraftwerk zu
besichtigen.
In Brandenburg konnte mit dem Vereinshaus
"DomiZiel", einem Mehrgenerationenhaus
in Lauchhammer, ein Ausstellungsort
im ländlichen Raum gefunden
werden, der als Treffpunkt genutzt,
eine gute Besucheransprache gewährleistet.
Dort wird die diesjährige Tour enden,
bevor es am 10. Januar 2009 in Sachsen -
Anhalt weiter geht.
Konzipiert und erstellt wurde die
Ausstellung in enger Absprache mit dem
Bundesverband der Regionalbewegung
und dem Tag der Regionen Büro
Niedersachsen von der Gesellschaft für
Umwelt und Sozialbildung (GUSB,
Hamburg).
Die Termine in 2008
24.06. bis 08.07. Hamburg (Wandsbek, Zentrum Bauen und Umwelt)
29.08. bis 18.09. Lichtenau (NRW, Kreis Paderborn, Technologie Zentrum Lichtenau)
22.09. bis 05.10. Weyhe (Niedersachsen, Landkreis Diepholz, Rathaus Weyhe)
07.10. bis 21.10. Bremerhaven (Bremen, Schaufenster Fischereihafen)
22.10. bis 05.11. Achim (Niedersachsen, Landkreis Verden, Rathaus)
06.11. bis 20.11. Oldenburg (Niedersachsen, Olantis Bad)
21.11. bis 08.12. Lauchhammer (Brandenburg, Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Vereinshaus „DomiZiel")
Die Termine in 2009 (die genauen Örtlichkeiten stehen zum Teil noch nicht fest)
10.01. bis 25.01. Naumburg (Sachsen-Anhalt, Kreis Burgenland)
25.01. bis 11.02. Feuchtwangen (Bayern, Landkreis Ansbach)
16.02. bis 02.03. Ahrensburg (Schleswig Holstein, Kreis Stormarn)
03.03. bis 17.03. Lüneburg (Niedersachsen), Alternativ: Stade (Niedersachsen)
Das Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.
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