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Das große Rennen

...hat begonnen.

Regionale Produkte verlassen die Nische und erobern die Ladentheken des Lebensmitteleinzelhandels. Globalisierung zeigt Schwächen und Heimat zeigt Stärke. Dass wir uns richtig verstehen: Es hat nichts mit Heimattümelei zu tun, wenn sich in Zeiten unüberschaubarer Globalisierung und extremer Gewinnmaximierung Menschen des Vertrauten, des Überschaubaren, des vielleicht auch Gerechteren und Ausgewogenen besinnen.

Es ist gut,

  • wenn Menschen den produzierenden und wirtschaftenden Nachbarn sehen,
  • wenn unsere Mitbürger den Sinn, den Mehrwert regionaler Produkte auch für die eigene Lebensqualität erkennen,
  • wenn Regionalinitiativen mit den von ihnen vermarkteten Produkten für eine vielfältige Landschaft, kurze Wege, energieeffiziente und gentechnikfreie Produktion und Vermarktung stehen,
  • wenn Regionalität mit diesen vielen guten Seiten glaubwürdig ist und jedes Produkt diese Vielfalt des Wirtschaftens und der Natur spiegelt.

Dann stehen unsere regionalen Produkte nicht in grell-bunter Anonymität und billiger Unverbindlichkeit im Markt.

Regionale Produkte sind Ausdruck eben einer Landschaft, eines Bauern, eines Metzgers, Schreiners, Bäckers, Gastwirts - regionale Produkte haben ein Gesicht, vielleicht sogar Charme und Charakter.

Und das ist mehr, als ein austauschbares, nur durch die Farbkleckse der Verpakkung erregendes, im Inhalt aber auf globale Langeweile geschaltetes Einheitsprodukt.

Wir erhoffen uns ein faires Rennen unserer Partner im Lebensmittelhandwerk und im Lebensmitteleinzelhandel und die besten regionalen Produkte: Die kernigste Sau, der frischeste Salat, das gentechnikfreiste Ei, die glücklichste Kuh und die fairste Milch. Das edelste Bier, den feinsten Karpfen, die zartesten Nudeln und das beständigste Holz.

Wir von der Regionalbewegung freuen uns, dass unsere traditionellen Partner vom Handwerk Rückenwind spüren und der Lebensmitteleinzelhandel seine Regale in den Regionen öffnet. Auf eine gute Nachbarschaft - weltweit.

Das meint Ihr



Heiner Sindel








Jahresthema zum Tag der Regionen beleuchtet den Beitrag der Regionalität zum Schutz des Klimas

Ein Beitrag von Gisela Endt, Bundeskoordination Tag der Regionen Süd

Das Jahresmotto „Klimaschutz durch kurze Wege“ zieht sich diesmal wie ein roter Faden durch die Beiträge dieses Heftes. Jeder Bericht für sich enthält gute Beispiele und Anknüpfungspunkte auch für Aktionen zum Tag der Regionen.

Einladung zum Mitmachen Ihre Veranstaltung können Sie unter www.tag-der-regionen.de/service_e.php anmelden. Mit Ihrem persönlichen Passwort können Sie sich jederzeit bis zum Aktionstag einloggen und Ihre Veranstaltungsdaten ändern. Sollten Sie diese Möglichkeit nicht nutzen können oder wollen, finden Sie auf Seite 19 dieser Ausgabe ein Anmeldeformular zum Ausfüllen und Zurücksenden. In diesem Fall nimmt die jeweilige Koordinationsstelle den Eintrag vor. Für den Druck der Programmhefte ist der Anmeldeschluss bereits früher: für Bayern am 4. August 2008, für Sachsen-Anhalt am 15. August 2008.

Sparkassen-Kooperation Gerne könne Sie Ihre örtliche Sparkasse ansprechen: Durch die Kooperation des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) mit dem Bundesverband der Regionalbewegung e. V. haben Sparkassen die Möglichkeit, sich am Tag der Regionen 2008 zu beteiligen. Zum einen können sie mit eigenen Aktivitäten ihr Engagement vor Ort für die Region zeigen, zum anderen können sie Kooperationen mit Initiativen des Aktionsbündnisses Tag der Regionen sowie mit Vereinen und mittelständischen Unternehmen eingehen. Wenn auch Sie zum Tag der Regionen 2008 mit Ihrer Sparkasse zusammenarbeiten möchten, erhalten Sie ausführliche Informationen in der Geschäftsstelle des Bundesverbandes der Regionalbewegung unter Tel. 09852-1381.

Zusammenarbeit mit dem Handwerk Der Bundesverband der Regionalbewegung hat in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks ein gemeinsames Positionspapier zum Thema „Regionalentwicklung im Spannungsfeld der Globalisierung. Stellenwert des Handwerks in Deutschland“ verfasst (siehe Bericht unten).

Zur praktischen Umsetzung für unsere Akteure finden sich Ideen zur Zusammenarbeit mit dem Handwerk unter www.t-d-r.de/Downloads/ZDH/ideenHandwerk2008.pdf.

Film zum Tag der Regionen gedreht Aufgrund des 10-jährigen Bestehens des Tag der Regionen im Jahr 2008 in Nordrhein-Westfalen und Bayern hat das Koordinationsbüro NRW mit einigen seiner Akteure den Film „Wege zum Fairbraucher“ gedreht.
Der Film verdeutlicht an anschaulichen Beispielen die lokalen Zusammenhänge regionalen Wirtschaftens. Eine gute Möglichkeit den Hintergrund des Tag der Regionen in die eigene Veranstaltung einzubauen.
Wir bieten Ihnen die DVD zum Selbstkostenpreis von 10,- Euro an. Bitte im Internet oder unter Tel. 05643-949271 bestellen.








Unser Haus spart Energie - Gewusst wie

Wanderausstellung zum Einsatz Erneuerbarer Energien zur Wärmerzeugung in Ein- und Zweifamilienhäusern mit vielfältigem Begleitprogramm ab Juni „on tour“

Ein Beitrag von Brigitte Hilcher, Bundeskoordination Tag der Regionen Nord

Der Bundesverband der Regionalbewegung präsentiert gemeinsam mit den Länderkoordinationsbüros Tag der Regionen ab Juni 2008 bundesweit eine moderne, sprachgeführte Ausstellung mit dem Titel "UNSER HAUS SPART ENERGIE - GEWUSST WIE".

Parallel zur Ausstellung wird ein Veranstaltungsprogramm als Vernetzungs- und Kommunikationsoffensive rund um das Thema Erneuerbare Energien angeboten, das zum einen Besucher für die Ausstellung gewinnen und zum anderen das Informationsangebot regional erweitern, Kontakte vermitteln und Sanierungsmaßnahmen konkret anstoßen soll.

Inhalte der Ausstellung
Der Einsatz von Solarthermieanlagen sowie von Biomasse wird anschaulich präsentiert. Die Nutzung von Umweltwärme mittels Wärmepumpe wird beleuchtet und die sinnvolle Dämmung von Gebäuden praktisch vorgestellt. Natürlich finden sich auch Hinweise zu möglichen Förderungen und Handlungstipps zur Planung einer Haussanierung wie auch zur Energieeinsparung. Vor Ort kann der Heizenergiekennwert berechnet und somit der Sanierungsbedarf ermittelt werden. Voraussetzung ist, dass die Besucher eine Jahresübersicht ihres Gas- bzw. Heizölverbrauchs mitbringen.

Die Ausstellung ist als Rundgang mit sechs Themenhäusern konzipiert. Diese bestehen aus Informationstafeln, spielerischen Elementen, Exponaten und Hörbeiträgen (sogenannte Podcasts). Eine Bibliothek mit Fachliteratur und Broschüren zum Mitnehmen sowie eine Kinderspielecke ergänzen das Angebot.

Sanierungsstau bei Wohngebäuden im Bereich Wärmeerzeugung und Wärmedämmung
In deutschen Haushalten wird mehr Energie verbraucht als in der Industrie - Tendenz steigend. Der hohe Verbrauch ist vor allem auf den Sanierungsstau im Bereich Wärmerzeugung und -dämmung zurückzuführen. Nach Analysen des Umweltbundesamtes ließen sich mit einer vollständigen energetischen Sanierung des heutigen Bestandes an Wohngebäuden auf Niedrigenergiehausniveau knapp 60 Prozent des derzeitigen Raumwärmebedarfs einsparen.

Ziele des Projektes
Das Projekt verfolgt das Ziel, die lokale Öffentlichkeit für Energieeinsparungen sowie zur Steigerung des Einsatzes Erneuerbarer Energien vorrangig in Wohngebäuden zu sensibilisieren und zu mobilisieren. Damit sollen klimaschädliche Kohlendioxidemissionen verringert und Wertschöpfungsketten für Handwerksbetriebe in den Regionen erschlossen werden.

Im Veranstaltungsprogramm sollen vor allem die Faktoren aufgegriffen und thematisiert werden, die Hausbesitzer bei der energetischen Sanierung hemmen. Das können z.B. folgende Punkte sein:

  • die unübersichtliche Informationslage über die Vielzahl der Erneuerbaren Energie-Erzeugungsmöglichkeiten,
  • die Unsicherheiten bei der Kalkulation des Zeit- und Organisationsaufwandes für die Umrüstung,
  • der Beratungsbedarf und -aufwand bei der großen Zahl an Fördermöglichkeiten,
  • Unsicherheiten bei der Amortisation,
  • ein diffuses Image der Technologien im Hinblick auf Ihre Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Ergiebigkeit,
  • nicht ausreichendes Vertrauen gegenüber dem Fachhandel,
  • Intransparenz bei den Beratungsleistungen von Handwerksbetrieben (Systembindungen).

Der große Informations- und Beratungsbedarf soll im Rahmen des Projektes durch ansprechende Präsentation der Techniken, durch herstellerneutrale Beratungsangebote, durch positive und motivierende Beispiele sowie ebenso durch Erlebnisaktionen verbessert werden.

Veranstaltungstermine und Orte
Am 24. Juni wurde die Ausstellung in Hamburg-Wandsbek, im Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt eröffnet. Kompetente Partner vor Ort waren das Bezirksamt Wandsbek und der Zukunftsrat Hamburg. Abendseminare zur Sanierung und Renovierung von Altbauten, Beratung zum Einsatz gesundheits- und ökologisch- verträglicher Materialien und zum Nutzerverhalten nach einer Sanierung waren wichtige Bausteine des Programms.

Nach der Sommerpause geht die Tour im Technologie Zentrum Lichtenau in NRW weiter. Dort konnten die Organisatoren das Institut für energetische Gebäudemodernisierung als starken Partner gewinnen. Gestartet wird hier am 29. August mit der Abschlussveranstaltung zum LEADER-Projekt "Altes Haus - attraktiv für die Zukunft", die am 30. August 2008 in einen Tag der offenen Tür zum Thema Energieeffizienz und Erneuerbare Energien im Technologiezentrum münde.

Im Anschluss daran wandert das Projekt weiter in das Rathaus nach Weyhe in Niedersachsen, wo die Wirtschaftsförderung Gemeinde Weyhe und das Umweltzentrum Stuhr einen guten Rahmen gewährleisten. Auch die Energieagentur Weyhe hat die Beteiligung bereits zugesagt und wird schwerpunktmäßig zu lokalen Förderprogrammen informieren.

Vom 7. bis 21. Oktober 2008 ist die Ausstellung im Schaufenster Fischereihafen in Bremerhaven zu sehen. Für das Veranstaltungsprogramm werden die Marktfläche und die Räume des Theaters im Fischereihafen und im Seefischkochstudiobereich genutzt. Partner vor Ort ist das "Netzwerk Energiesparende Modernisierung". In Vorbereitung sind Vorträge, Exkursionen und Mitmachangebote. Die Realisierung erfolgt mit weiteren regionalen Akteuren wie z.B. Kreishandwerkerschaft, Energieberater, Schaufenster Fischereihafen-Veranstaltungsgesellschaft, Frauen im Handwerk, Energiekonsens Bremen und Verbraucherzentrale NDS/HB.

Unter dem Motto "Klimawandel und Energie" wird die Ausstellung im Rathaus in Achim (Landkreis Verden) vom 22. Oktober bis 5. November in ein umfassendes Programm eingebunden. Als Partner vor Ort konnte die Kreisvolkshochschule Verden gewonnen werden.

Den Abschluss 2008 in Niedersachsen bildet Oldenburg, wo mit dem Olantis Erlebnisbad ein stark frequentierter, sicherlich interessanter Ausstellungsort gefunden wurde. Die Aktionsgemeinschaft Klima(+) Oldenburg wird am 7. November mit einer Auftaktveranstaltung die Informationswochen einläuten. Geplant sind, wechselnde Fachinformationen in Ergänzung zur Ausstellung anzubieten und dafür eng mit anerkannten Energieberatern zusammenzuarbeiten. Die Vorstellung gelungener Sanierungsprojekte soll Anreiz für eigene Modernisierungsmaßnahmen geben. Daneben besteht die Möglichkeit, das bädereigene Blockheizkraftwerk zu besichtigen.

In Brandenburg konnte mit dem Vereinshaus "DomiZiel", einem Mehrgenerationenhaus in Lauchhammer, ein Ausstellungsort im ländlichen Raum gefunden werden, der als Treffpunkt genutzt, eine gute Besucheransprache gewährleistet. Dort wird die diesjährige Tour enden, bevor es am 10. Januar 2009 in Sachsen - Anhalt weiter geht.

Konzipiert und erstellt wurde die Ausstellung in enger Absprache mit dem Bundesverband der Regionalbewegung und dem Tag der Regionen Büro Niedersachsen von der Gesellschaft für Umwelt und Sozialbildung (GUSB, Hamburg).

Die Termine in 2008

24.06. bis 08.07. Hamburg (Wandsbek, Zentrum Bauen und Umwelt)
29.08. bis 18.09. Lichtenau (NRW, Kreis Paderborn, Technologie Zentrum Lichtenau)
22.09. bis 05.10. Weyhe (Niedersachsen, Landkreis Diepholz, Rathaus Weyhe)
07.10. bis 21.10. Bremerhaven (Bremen, Schaufenster Fischereihafen)
22.10. bis 05.11. Achim (Niedersachsen, Landkreis Verden, Rathaus)
06.11. bis 20.11. Oldenburg (Niedersachsen, Olantis Bad)
21.11. bis 08.12. Lauchhammer (Brandenburg, Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Vereinshaus „DomiZiel")

Die Termine in 2009 (die genauen Örtlichkeiten stehen zum Teil noch nicht fest)

10.01. bis 25.01. Naumburg (Sachsen-Anhalt, Kreis Burgenland)
25.01. bis 11.02. Feuchtwangen (Bayern, Landkreis Ansbach)
16.02. bis 02.03. Ahrensburg (Schleswig Holstein, Kreis Stormarn)
03.03. bis 17.03. Lüneburg (Niedersachsen), Alternativ: Stade (Niedersachsen)

Das Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.








Handwerk und Regionalbewegung - eine Partnerschaft des Vertrauens auf Nachhaltigkeit

Der Bundesverband der Regionalbewegung (BRB) hat in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) ein gemeinsames Positionspapier zum Thema „Regionalentwicklung im Spannungsfeld der Globalisierung. Stellenwert des Handwerks in Deutschland“ verfasst.

Ziel ist es, Handwerksbetriebe und Handwerksorganisation im Rahmen einer „Regionalkampagne für Deutschland” stärker in eine gemeinsame Arbeit einzubeziehen und die Bedeutung des Handwerks für die Regionen in den politischen Raum und in die Öffentlichkeit zu tragen.

Das gemeinsame Positionspapier steht Ihnen im Internet unter www.regionalbewegung.de zur Verfügung.

Das Handwerk bekennt sich zu seiner gesellschaftlichen Verantwortung und ist auch deshalb ein unverzichtbarer Teil der Wirtschaft in den Regionen. Vor diesem Hintergrund hat das Präsidium des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks dem Positionspapier des Bundesverbandes der Regionalbewegung und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks seine volle Zustimmung gegeben.

Manfred Rycken,
Landesinnungsmeister Fleischer-Handwerk NRW,
Präsident Deutscher Fleischer-Verband,
Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks

Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
Mohrenstraße 20/21, 10117 Berlin
T: 030 - 20 61 9-0 F: 030 - 20 61 9-460
info@zdh.de www.zdh.de

 

Es gibt viele gute Ideen um die Stärkung ländlicher Räume und viele Sorgen um die ebenfalls von den globalen Spielern vernachlässigten kleinen Innenstädte. Viele Ideen, viele Sorgen und zu wenige verlässliche Partner.
Wir glauben: Zu wenig Allianzen mit dem Handwerk! Bis in den letzten Winkel unseres Landes gibt es Handwerksbetriebe. Betriebe, die nicht fluchtartig ihren Standort räumen, wenn Billigregionen den Dax streicheln helfen.

Handwerksbetriebe sind die Basis jeder guten Regionalentwicklung. Wir von der Regionalbewegung werden durch das Handwerk gestärkt.
Regionalentwicklung ist ohne Handwerk undenkbar - weltweit.

Wir sind sehr dankbar für das gemeinsame Positionspapier von ZDH und BRB. Es ist die Basis für eine Regionalkampagne, die den guten Ansätzen von Regionalentwicklung nachhaltigen Schwung und ein glaubwürdiges Ge(w/s)icht geben wird.

Heiner Sindel,
Gastwirt, Vorsitzender des Bundesverbandes der Regionalbewegung, Sprecher des Aktionsbündnisses Tag der Regionen
sindel@regionalbewegung.de