Kurzinformation zum Tag der Regionen
Regionales Wirtschaften und die Bewahrung einer regionalen Identität sind wesentliche Säulen für den Bestand einer intakten auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Gesellschaft. Im lokalen und regionalen Handeln liegen die Schlüssel zur Lösung vieler Probleme.
Die Stärkung der Regionen, die Sicherung regionaler Wertschöpfungsketten und die Förderung von Werten wie der gesellschaftlichen Verantwortung vor Ort sichern Lebensqualität auch in strukturell benachteiligten Räumen. Das betrifft den ländlichen Raum in der Fläche sowie auch seine Städte. In diesem Prozess verlieren die Regionen noch vielfach Strukturen auf verschiedensten Ebenen wie der Landwirtschaft, der Nahrungsmittelverarbeitung, der Kulturlandschaft, den Dorfgemeinschaften, der sozialen Netze und der menschlichen Beziehungen. Eine zukunftsfähige und gleichzeitig umweltverträgliche Entwicklung von Städten und Regionen, die Produzieren und Arbeiten sowie zukunftsfähige Energieversorgung und –nutzung einschließt, kann dem entgegensteuern.
Der Tag der Regionen als Aktionstag zur Gewichtung der Regionen findet dezentral in der gesamten Bundesrepublik jeweils am Erntedanksonntag statt.
Die Öffentlichkeitsarbeit ist darauf ausgerichtet, das Zusammenspiel ökonomischer, ökologischer und sozialer Vorteile regionaler Kreisläufe konkret zu benennen sowie Beispiele für einen nachhaltigen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen zu liefern.
Die Themenbereiche, die von den Akteuren in den Veranstaltungen aufgegriffen werden können, sind vielfältig:
- Präsentation der Vorteile regionaler landwirtschaftlicher Produkte vor allem im Hinblick auf die Klimabilanz. Regionale Produkte sind Kurzstreckenprodukte, die auf kurzen Wegen frisch zum Verbraucher kommen.
- Begegnung mit Erneuerbaren Energien: Erneuerbare Energien sind regionale Energien. Die Dezentralisierung der Energieversorgung bietet Chancen – und nicht zuletzt Arbeitsplätze – in der Region.
- Bewerbung des regionalen Handwerks, denn Handwerk ist vor Ort, dient den Menschen und ihren Bedürfnissen, schafft sozialen Zusammenhalt, trägt zur Sicherung des natürlichen Erbes bei und bewahrt kulturelles Erbe und Identität.
- Werbung für die Erhaltung bzw. die Wiederbelebung kurzer Wege in unseren Lebensbereichen (Erholung, Freizeit, Einkauf, Wohnen, Schule und Arbeitsplatz) . Kurze Wege sind ein Stück Lebensqualität. Kurze Wege sind oft Bleibekriterium in vielen ländlichen Regionen.
Ziele
Wesentliches Anliegen des Aktionstages ist es, das Interesse und die Verantwortung für das eigene Lebensumfeld zu schärfen und die Chancen der Nutzung regionaler Ressourcen deutlich zu machen. Dies bedeutet Schutz und nachhaltige Bewahrung und Verbesserung der Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen.
Die Chancen bestehen im Wesentlichen in
- der Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe insbesondere auf der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen, aber auch einer vielfältigen, abwechslungsreichen Landschaftsstruktur,
- der Stärkung von Netzwerken vor Ort, die sich für die Region stark machen und der Förderung der regionalen Identität,
- der Zusammenarbeit mit regionalen Kulturträgern und Initiativen,
- der Förderung der Wahrnehmung der nahe liegenden Naturräume,
- der vermehrten Verwendung von Lebensmitteln mit hoher Qualität aus der eigenen Region,
- und der Stärkung von Partnerschaften zwischen den Regionen mit landes-, bundes- und europaweiter Ausstrahlung.

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