Tipps für einen regionaleren Einkauf

Die Grundgelassenheit für einen regionaleren Einkauf kann als „lieber pragmatisch als dogmatisch“ zusammengefasst werden. Damit ist gemeint, dass jedes bewusst konsumierte Produkt, was dem „Königsweg“ regional – bio – fair unterstützt ein Beitrag mehr ist.

Klassiker
  • Einkaufsliste vor dem Einkauf machen: Zu wissen welches Essen in der Küche zubereitet wird weckt Vorfreude, lenkt weniger beim Einkauf im Supermarkt ab, spart Zeit und kann mit „Sowieso-Wegen“ verbunden werden.
  • „Sowieso-Wege“ nutzen und Extrafahrten vermeiden: Wer auf alltäglichen Wegen an dem einen oder anderen Direktvermarkter*innen vorbeikommt, direkt die Gelegenheit nutzen und sich versorgen.
  • Weniger bequem sein! Auf Fahrtwegen Schilder mit „Kartoffeln frisch vom Feld“, „Eier unserer Hühner“ oder „Frische Erdbeeren“ anfahren und direkte Vermarktung unterstützen.
  • Neugierig bleiben: Sie haben regionalen Käse entdeckt und wüssten gern, wie er genau hergestellt wird? Dann schauen Sie doch auf einen Ausflug vorbei und entdecken kulinarische Schätze als regionale Erfahrung. Und vielleicht lernen Sie Ihre Produzent*innen selbst kennen?
  • Nachfragen! Egal wo eingekauft wird, fragen Sie nach der Herkunft und äußern den Wunsch nach mehr sichtbarer Regionalität.
Ansätze für neue Routinen im Einkaufsverhalten
  • Von all meinen Lebensmitteln, wie viel möchte ich regional beziehen?
    • Zum Beispiel, jedes dritte (oder fünfte) Produkt soll ein Regionales sein.
  • Welcher Anteil meines monatlichen Budgets für Einkäufe soll der Region zugutekommen?
    • Zum Beispiel, mindestens 1/5 soll der Region zugutekommen und wird in regionale Produkte „investiert“.
  • Wie kann ich das bessere Wissen in Handeln umsetzen?
    • Zum Beispiel durch Prioritäten setzen: Auch mal auf Dinge auf dem Einkaufszettel verzichten, wenn es sie den eigenen Einstellungen nicht genügen, denn Nachfrage kann auch durch „Verzicht“ deutlich gemacht werden.
  • Wie kann ich mit wenig Aufwand regionaler einkaufen?
    • Einmal etwas Zeit investieren und langfristig Zeit sparen. Zum Beispiel peu a peu auf bestimmte regionale Produktgruppen umstellen (z.B. Mehl: eine regionale Sorte gesucht und gefunden und beibehalten) ODER Fleisch und Wurstwaren konsequent beim regionalen Metzger beziehen ODER eine regionale Gemüse- und Obstkiste alle zwei Wochen nach Hause liefern lassen.
  • Und die anderen?
    • Genau, auch andere einzubeziehen, sich untereinander auszutauschen, hilft regionaler zu konsumieren. Warum nicht bei den Nachbar*innen fragen, welche Einkaufswege sie nutzen? Zum Beispiel kann man sich zum Einkauf zusammenschließen (z.B. regionales Ökofleisch auf Bestellung für andere abholen und verteilen) ODER gleich gemeinsam Einkäufe erledigen und Fahrtwege sparen.
  • Und meine Essgewohnheiten?
    • Lassen Sie sich von alten Kochbüchern inspirieren, oft war Saisonalität der Lebensmittel der Ausgangspunkt zum Kochen. Saisonal und regional essen ist die nachhaltigste Art sich zu ernähren.
Kleine Motivationshilfen
  • Vorm Einkauf ein Foto vom Inneren des Kühl- oder Vorratsschranks machen (kann auch die Einkaufsliste ersetzten)
  • Regionalpionier Heiner Sindel pflegt auf die Zusammenhänge von Landschaftsbild und Ernährung hinzuweisen: „So wie wir uns ernähren, so sieht die Landschaft aus.“
  • Die RegioApp bietet ihren Nutzer*innen eine schnelle und umfangreiche Suche nach regionalen Produkten und regionaler Gastronomie.

Bei allen Tipps hier und anderswo eine Bitte an SIE:

Seien Sie fair zu sich selbst. Bei einer Umstellung geht es nicht um sofort 100 %, sondern um ein mehr an Regionalität in der Speisekammer.

Nachhaltiger Konsum zahlt sich für jede*n aus!

Durch nachhaltiges Konsumieren macht man sich ökologische Grenzen bewusst, setzt sich für faire Sozialstandards und umweltverträgliche Produktion ein, schätzt die Produkte wert und stärkt das Vertrauen in nachhaltige Produktionsweisen.